Kultusministerin Heiligenstadt informiert sich über KoPro

Gepostet am Mrz 10, 2017

Kultusministerin Heiligenstadt informiert sich über KoPro

Teilnehmer*innen des Integrationsprojekt “Kooperative Produktionsschule” (KoPro) übergeben erste Solar-Experimentiersets an Kindergartenkinder!

Am 9. März 2017  haben jun­ge Geflüch­te­te selbst gebau­te Solar-Expe­ri­men­tier­sets an den Kin­der­gar­ten Eden­stra­ße über­ge­ben. Mit dabei waren neben den Kin­der­gar­ten­kin­dern nebst Erzie­he­rin­nen Nie­der­sach­sens Kul­tus­mi­nis­te­rin Frau­ke Hei­li­gen­stadt; Erwin Jor­dan, Dezer­nent für Sozia­le Infra­struk­tur der Regi­on Han­no­ver; Diet­mar Lan­ger, Mit­glied der Geschäfts­füh­rung des Job­cen­ters der Regi­on Han­no­ver; Rita Maria Rzy­ski, Dezer­nen­tin für Bil­dung, Jugend und Fami­lie der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver; Anke Unver­zagt, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des ener­ci­ty-Fonds pro­Kli­ma; Dr. Micha­el Bax, Lei­ter der Leo­no­re Gold­schmidt Schu­le und ande­re Gäs­te.

Bil­dung und Arbeit sind die Erfolgs­ga­ran­ten für die Inte­gra­ti­on“, erklär­te die Nie­der­säch­si­sche Kul­tus­mi­nis­te­rin Frau­ke Hei­li­gen­stadt.   „Akti­ver Sprach­er­werb und Erfah­run­gen mit der Arbeits­welt ste­hen im Mit­tel­punkt und sind dar­auf aus­ge­rich­tet, dass den Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen prak­ti­sche Kennt­nis­se ver­mit­telt wer­den. Das Enga­ge­ment der Pro­jekt­part­ner kann so Per­spek­ti­ven eröff­nen und ist aus­drück­lich zu wür­di­gen.“

Jugend­li­che aus Syri­en und dem Irak hat­ten die fünf Sets in den ver­gan­ge­nen Wochen im Ener­gie-LAB der Leo­no­re Gold­schmidt Schu­le her­ge­stellt. Sie sind Teil­neh­mer des Pilot­pro­jekts KoPro,  das wir Koope­ra­ti­on mit der Leo­no­re Gold­schmidt Schu­le (ehe­mals IGS Müh­len­berg) durch­füh­ren. Sie waren schon vor dem Ter­min sehr auf­ge­regt, hat­ten ihre Arbeits­plät­ze extra für den Besuch super auf­ge­räumt. Wäh­rend der Über­ga­be beob­ach­te­ten sie die Minis­te­rin genau und waren von der Freu­de der Kin­der begeis­tert. Ganz selbst­ver­ständ­lich lie­ßen sie sich auch auf Gesprä­che mit den Besucher*innen ein.

In die­sem Pro­jekt wird eine inten­si­ve Sprach­bil­dung und Berufs­ori­en­tie­rung auch für jun­ge Men­schen ange­bo­ten, die es ohne spe­zi­el­le Unter­stüt­zung sehr schwer hät­ten, beruf­li­che Chan­cen zu ent­wi­ckeln. Inso­fern erhof­fe ich mir von die­sem KoPro-Pro­jekt auch wich­ti­ge grund­sätz­li­che Erfah­run­gen für eine erfolg­rei­che schu­li­sche und beruf­li­che Inte­gra­ti­on von Schü­le­rin­nen und Schü­lern, die es auf­grund ihrer Sprach­kennt­nis­se im her­kömm­li­chen Unter­richt schwer haben“, so Dr. Micha­el Bax, Lei­ter der Leo­no­re Gold­schmidt Schu­le.

 

Weitere Stimmen

  • Die ‚mini-solar´-Experimentiersets sind in den Kitas so beliebt, dass es War­te­lis­ten gibt. Wir freu­en sehr über die tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung der jun­gen Flücht­lin­ge. Das KoPro-Pro­jekt ermög­licht Kom­pe­tenz­er­werb und das Ken­nen­ler­nen hand­werk­li­cher Beru­fe mit frei­en Aus­bil­dungs­ka­pa­zi­tä­ten“, betont Anke Unver­zagt, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des ener­ci­ty-Fonds pro­Kli­ma.
  • Die­ses Pro­jekt unter­stützt auf ein­ma­li­ge Art und Wei­se jun­ge Flücht­lin­ge bei den ers­ten Schrit­ten ins Berufs­le­ben“, so Erwin Jor­dan, Dezer­nent für Sozia­le Infra­struk­tur der Regi­on Han­no­ver. „Die ‚Koope­ra­ti­ve Pro­duk­ti­ons­schu­le‘ ver­eint die Mög­lich­keit, prak­ti­sche Erfah­run­gen zu sam­meln und sich gleich­zei­tig sprach­lich und fach­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.“
  • Etwa 40 % der Flücht­lin­ge, die im Job­cen­ter Regi­on Han­no­ver Leis­tun­gen bean­tra­gen, sind jün­ger als 25 Jah­re. Für die­se jun­gen Men­schen kann eine dau­er­haf­te beruf­li­che Inte­gra­ti­on nur durch den Ein­stieg in eine Berufs­aus­bil­dung gelin­gen. Dazu bedarf es einer sehr indi­vi­du­el­len Kom­pe­tenz­fest­stel­lung, Berufs­ori­en­tie­rung und Aus­bil­dungs­vor­be­rei­tung in Ver­bin­dung mit Sprach­för­de­rung. Das inno­va­ti­ve Pro­jekt „KoPro“ der Werk-statt-Schu­le bie­tet die­se wesent­li­chen För­der­ele­men­te und wird des­halb vom Job­cen­ter Regi­on Han­no­ver unter­stützt“, erläu­tert Diet­mar Lan­ger, Mit­glied der Geschäfts­füh­rung des Job­cen­ters der Regi­on Han­no­ver.
  • Die Lan­des­haupt­stadt begrüßt das außer­or­dent­lich hohe Enga­ge­ment der
    Werk-statt-schu­le und der IGS Müh­len­berg / Leo­no­re Gold­schmidt Schu­le. Bes­ser als im Rah­men des Pro­jek­tes kann man jun­gen Men­schen kaum näher­brin­gen, wie wich­tig die Ent­wick­lung eige­ner Inter­es­sen und Zie­le, aber auch Fer­tig­kei­ten und Fähig­kei­ten im Hin­blick auf eine zukünf­tig selbst­be­stimm­te Lebens­ge­stal­tung ist“, unter­streicht Rita Maria Rzy­ski, Dezer­nen­tin für Bil­dung, Jugend und Fami­lie der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver.