Gepostet im September, 2014

Keiner muss draußen bleiben”

Gepostet am Sep 10, 2014

“Keiner muss draußen bleiben”

44 Erfolgs­mo­del­le gegen Jugend­ar­beits­lo­sig­keit” ist der Buch­ti­tel, in dem der Wirt­schafts­jour­na­list Micha­el Jung­blut Jugend­ar­beits­lo­sig­keit unter die Lupe nimmt. Ein Modell, dass er vor­stellt, ist das Pro­jekt Fach­Werk (sie­he hier). Micha­el Jung­blut schrieb über 20 Jah­re für die Wirt­schafts­re­dak­ti­on der „Zeit“, davon zehn Jah­re als Res­sort­lei­ter. Einer brei­ten Öffent­lich­keit wur­de er bekannt durch das Wirt­schafts­ma­ga­zin WISO im ZDF, das er wesent­lich mit ent­wi­ckel­te und bis 2002 mode­rier­te. „Das deut­sche Schul- und Bil­dungs­sys­tem pro­du­ziert zu vie­le Ver­sa­ger“, ist eine von Jung­bluts Kern­the­sen. Obwohl schon jetzt der Man­gel an Fach­kräf­ten in vie­len Bran­chen spür­bar ist, so der Autor, ver­las­sen immer noch sechs Pro­zent der Haupt­schü­ler die Schu­le ohne Abschluss. Dies bedeu­te, dass jedes Jahr die Schul­zeit für 50.000 Jun­gen und Mäd­chen mit einer Nie­der­la­ge ende. Dies set­ze sich im Berufs­le­ben fort. Aktu­ell sind im Jahr 2014 laut des Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums in Deutsch­land etwa 200.000 Jugend­li­che ohne Job.Trotz Wirt­schafts­boom und Voll­be­schäf­ti­gung in Deutsch­land fin­det eine Rei­he von Jugend­li­chen weder Arbeit noch Aus­bil­dung. Laut Wirt­schafts­jour­na­list Micha­el Jung­blut ver­las­sen rund Hun­dert­tau­send jun­ge Men­schen jedes Jahr die Schu­le, deren Chan­ce gering ist, sich einen bes­se­ren Platz im Leben zu erar­bei­ten als ihre Eltern. „Eine Auf­stei­ger­ge­sell­schaft sieht anders aus“, so Jung­blut. Daher trägt sein neu­es Buch den Titel „Kei­ner muss draus­sen blei­ben. 44 Erfolgs­mo­del­le gegen Jugend­ar­beits­lo­sig­keit“ (Lin­de Ver­lag, ab dem 23. Sep­tem­ber 2014 im Buch­han­del). Der Autor macht sich auf die Suche nach Alter­na­ti­ven jen­seits der ein­ge­fah­re­nen Wege des Bil­dungs­be­triebs. Er stellt zahl­rei­che Initia­ti­ven von Unter­neh­men, Schu­len und Ver­ei­nen vor, die benach­tei­lig­ten Jugend­li­chen eine Chan­ce geben. Eine der wich­tigs­ten Erkennt­nis­se des Buches ist: Der Erfolg hängt häu­fig nicht von teu­ren För­der­pro­jek­ten, son­dern von bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ment Ein­zel­ner im Bil­dungs­sys­tem und in Betrie­ben...

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